Vorwort zur Chronik.

Mit dieser nachstehenden Chronik soll Ihnen ein kleiner Einblick in die Geschichte des Carnevals Comitee Hilden e.V. vermittelt werden. Wir sind hierbei bewusst nicht auf einzelne Geschichten und Anekdoten eingegangen, da dies an dieser Stelle zu weit führen würde.

Anlässlich unseres 50jährigen Bestehens wurde eine sehr umfangreiche und aussagekräftige Chronik erstellt. Die damaligen Vorstandmitglieder Jutta und Eugen Simrodt sowie Klaus Hammermann haben sich hier unter der Führung
des Präsidenten Ulrich Engels in herausragender Weise mit der Geschichte des KA / CCH auseinandergesetzt und diese Chronik erstellt.

Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der nachfolgenden Text im wesentlichen aus dieser Chronik stammt.
Wir erheben hierbei keinen Anspruch auf Vollständigkeit und bitten um Verständnis, wenn Ereignisse oder Personen vielleicht nicht detailliert berücksichtigt wurden. Allen, die sich an der Erstellung dieser Chronik beteiligt haben,
möchten wir an dieser Stelle nochmals recht herzlich Dank sagen.

Vom Karnevalsausschuss zum Carnevals Comitee Hilden e.V.

1951 regte sich der Bazillus Carnevalitis auch in Hilden. Nach den schweren Zeiten wollten die Menschen wieder lachen und fröhlich sein und vor allem, wieder Karneval feiern. Um alle Karnevalsvereine nun aber unter „einen Hut“ zu bringen bildete sich erst mal ein vorläufiger Arbeitsausschuss, dessen Vorsitz Fritz Grimm übernahm. Beteiligt waren damals das amtierende Prinzenpaar Martin I. und Ruth I. (Schönenborn/Kelzenberg), als Beisitzer Karl Gimpel, sowie die Präsidenten der Karnevalsvereine. Für Blau-Weiß Willi Eigen, für Rot-Weiss Hans Lausberg, für die Itterspatzen Erwin Benninghoven, für die fidelen Jungens Willi Bröchler. Die Große Hildener war durch Fritz Grimm vertreten. Hinzu kamen Peter Klein, Hans Rebig und Friedel Görgens vom Wirteverein. Des weiteren waren die Ortsteile von Hilden vertreten. Die Stadtmitte durch Willi Ebel und Dr. Emil Schmidt, der Norden durch Herbert Hochkeppel jun., der Süden durch Peter Römer und Rudi Andres, die Unterstadt durch Ewald Jäger und die Meide durch Herbert Schneider. Nur der Osten hatte keinen Vertreter. Komplettiert wurde die Runde durch Fritz Kämper vom V.H.V. Alle hatten den Wunsch, den heimatstädtischen Karneval wieder zu beleben. Wie man bis heute sehen kann, ist ihnen die Wiederbelebung sehr gut gelungen.

1954 wurde eine weitere Karnevalsgesellschaft gegründet: Die KG Narrenakademie.

Bis 1954 führte Fritz Grimm als Präsident den Arbeitsausschuss. Eine Aufgabe des Ausschuss bestand und besteht bis heute in der Auswahl und Führung des jeweiligen Prinzenpaares. Auch die Organisation und Durchführung des Rosenmontagszuges ist eine der wesentlichen Aufgaben des Ausschusses.

Nachfolger von Fritz Grimm wurde Dr. Emil Schmidt. Unter seiner Amtszeit wurde aus dem Arbeitsausschuss, der Karnevalsausschuss Hilden, kurz KA genannt. In der Zeit von 1954 bis 1956 hatte Dr. Schmidt gleichzeitig das Amt des Geschäftsführers inne, ab 1956 übernahm dann Heinz Bosbach das Amt des Geschäftsführer. Dr. Emil Schmidt standen in seiner Amtszeit noch Martin Schönenborn als Vizepräsident sowie Jacob Weidmann als Schatzmeister zur Seite. Seit 1955 findet die Übergabe des Stadtschlüssels statt.

1955 entstand aus einem Kegelklub im Hildener Süden die KG Kniebachschiffer.

1959 wurde der KA im Bund Deutscher Karneval aufgenommen. In den 50er Jahren gab es noch zwei Gesellschaften, die bisher nicht erwähnt wurden: Die KG Narrenzunft und KG Blaue Flotte.

1960 übernahm Martin Schönenborn das Amt des Präsidenten. Er wurde von Willy Schiffer als Vizepräsident, Heinz Bosbach als Geschäftsführer und Jacob Weidmann als Schatzmeister unterstützt. Diese Persönlichkeiten des Hildener Karnevals haben sich durch Ihr riesiges Engagemant große Verdienste im heimatstädischen Brauchtum erworben.

Seit 1962 findet an Weiberfastnacht der Sturm auf die Waldkaserne statt, welcher zeigt, wie gut sich Soldaten und Karnevalisten verstehen. 1962 fand aufgrund der Katastrophen in Hamburg und Völklingen kein Rosenmontagszug und kein Prinzenempfang statt. Der städtische Zuschuss dafür wurde gespendet.

1963 wurde das bis dahin übliche Hilden Helau um das heute übliche Itter, Itter-Helau erweitert.

1968 wurde die KG Musketiere gegründet.

1972 führte die KG Narrenakademie das erste Kinderprinzenpaar. Bis heute hat sich die Narrenakademie dieser Aufgabe verschrieben.

1975 wurde die KG Rathauspfeifen gegründet. Die Mitglieder waren der Stadtdirektor und seine Mitarbeiter.

1981 wurde Robert Herweg Präsident des KA. Ihm zur Seite standen: Peter Peters als Vizepräsident, Klaus Schnee als Geschäftsführer und Heinz Bosbach als Schatzmeister. In der Amtszeit von Robert Herweg wurde die Karnevalskirmes ins Leben gerufen, die noch bis zum heutigen Tage Bestand hat.

Dadurch dass immer mehr Sitzungen im Fernsehen gezeigt wurden, wurde das Publikum auch immer anspruchsvoller. Das war für den KA und die Karnevalsgesellschaften oftmals sehr schwierig. Das Geld war knapp, die Hildener Künstler setzten sich teilweise zur Ruhe. In den Jahren zuvor wurden Sitzungen veranstaltet, in denen ausschließlich Hildener Künstler auftraten.

Beispiele hierfür sind:
Willi Ebel, Hein Siebers und Carl Schubert als Büttenredner.
Karl Färber als strahlender Tenor.
Herbert Hochkeppel und Rudi Andres als Texter, Sänger und Arrangeure.
Die „Pfeffermüs“ mit Ihren Moritaten ( Karl Färber, Richard Odendahl, Hans Mertens und Hein Siebers).
Heinz Frauenkron als Schraubendoktor.
Paul Schmitz mit seinen Büttenreden, bekannt als“Schmitz von A bis Z“.
Otto Pilgrim und Günter Rosinski als „ Professor Federkiel“.
Hans Steinhäuser als „ Vertreter der blauen Partei“.
Die Melodramiker ManfredGeuer, Richard Odendahl,Robert Wilms, Heinz Müller, Erich Sobirey, Günter Dobiak u.a.m.
Der Prolog von und mit Anneliese und Heinz Roth.
In vielen Rollen Willi Gronen.
Die Elbsee-Elfen, ein hinreißendes Männerballett.
Manfred Palm als „Schöner Adonis“.
Wolfgang Gronen trat als Büttenredner in die Fußstapfen seines Vaters.
Als „Serenissimus und Kindermann“ traten Hans Steinhäuser, Willy Schiffer, Heinz Bosbach, Heinz Frauenkron und Günter Hammermann auf.

Die Tanzgarden der Großen Hildener KG, KG. Rot Weiss, KG. Kniebachschiffer und KG. Musketiere bildeten weitere Aktivposten des Hildener Karnevals.

1983 wurde die „Prinzenruh“ der Familie Weidmann eingeweiht, ein sehenswertes kleines Karnevalsmuseum. Im Sessionsablauf ist es ein feststehender Termin, des amtierenden Prinzenpaares das in Anwesenheit der Exprinzen und Exprinzessinnen der Familie Weidmann den Prinzenorden und sein Bild übergibt.

1984 wurde Peter Peters, der bisherige Vizepräsident, Präsident des KA. Er wurde unterstützt von Hans Schwan als Vizepräsident, Hans Werner Freitag als Geschäftsführer, Heinz Bosbach als Schatzmeister und Willy Schiffer, dem ersten Ehrenpräsidenten des KA. Zu Beginn seiner Amtszeit wurde aus dem bisherigen Karnevalsausschuss das Carnevals Comitee Hilden. Dazu gehörte auch die Schaffung eines neuen Ordens (CCH Stern) und die Erstellung einer neuen Satzung. In dieser Zeit wurde auch die Position der Prinzenführer geschaffen. Die zugkräftigen Künstler wurden teilweise über Sponsoren finanziert, damit das Programm fürs Publikum wieder attraktiver wurde. Die erste Prinzenkürung, unter dem Präsidium von Peter Peters, war ein voller Erfolg und wurde in der Rheinischen Post als „ Mammutschau mit Spitzenkarneval“ beschrieben.

1990 wurde vielerorts der Rosenmontagszug wegen verheerender Stürme abgesagt. Hilden hatte Glück, da kurz vor Beginn des Zuges der Sturm nachließ und wir ziehen konnten. 1990 war aber auch die Geburtsstunde der Altweiberparty. Einige Jahre wurde sie von allen Karnevalsgesellschaften und dem CCH organisiert. Später übernahm dann das CCH die alleinige Organisation.

Bedingt durch den Golfkrieg wurden 1991 alle Karnevalsaktivitäten eingestellt und abgesagt. Das Prinzenpaar der Stadt Hilden für 1991, Max und Roswitha Jüntgen, traten auch 1992 wieder als Prinzenpaar an.

1992 gab es einen Führungswechsel an der Spitze des CCH. Präsident wurde Bernd Klüh, Michael Deprez wurde sein Vizepräsident und Wolfgang Neumeyer Geschäftsführer. Heinz H. Krekel bekleidete das Amt des Schatzmeisters. Im Laufe der Amtszeit von Bernd Klüh wurde Claus Peters Vizepräsident und Werner Laux Geschäftsführer. Eine wesentliche Veränderung für das CCH war, dass die Prinzenkürung nun immer am 11.11. statt fand.

1996 trat Bernd Klüh aus beruflichen Gründen zurück und Claus Peters wurde Präsident des CCH. Unterstützt wurde er unter anderem von Roland Weiss als Vizepräsident, sowie von Klaus Hammermann als Geschäftsführer und Karin Peters als Schatzmeisterin. Im Laufe der Amtszeit von Claus Peters wurde nach dem Rücktritt von Roland Weiss Ulrich Engels Vizepräsident. Das CCH wurde ein eingetragener Verein und heißt seitdem Carnevals Comitee Hilden e.V., außerdem wurde die Gemeinnützigkeit dieses eingetragenen Vereins offiziell anerkannt.

Auf der Jahreshauptversammlung am 27. April 1997 wird Willi Gronen zum Ehrenpräsidenten des CCH ernannt.

1999 findet die Redoute erstmals in der Stadthalle statt, da der Margaretenhof für die ständig steigende Zahl der Gäste zu klein geworden war. Eine weitere Neuerung war die Rosenmontagsparty. Sie wurde 1999 erstmals durchgeführt und wurde sofort ein großer Erfolg.

Nach vier Jahren beendet das Ehepaar Peters seine karnevalistische Tätigkeit und übersiedelte nach Spanien. Die Nachfolge tritt 2000 Ulrich Engels an, ihm zur Seite stehen Eugen Simrodt als Vizepräsident, Klaus Hammermann als Geschäftsführer und Christine Wilkowski als Schatzmeisterin. Seit 2000 gibt es den Brauchtumsorden, der an verdiente Karnevalisten verliehen wird.

2001 wurde erstmals die Jugendparty durchgeführt. In der Session 2001/2002 stellte das CCH erstmalig in seiner nun
50 jährigen Geschichte ein Prinzenpaar aus den eigenen Reihen: Prinz Hildanus Gerd III. Und Prinzessin Hildania Petra I. regierten in dieser Session das Hildener Narrenvolk.

2002 stellte sich Ulrich Engels nicht mehr zur Wahl. Nach nun 25 Jahren aktiv im Karneval wollte er sich etwas Privatleben gönnen. Sein Nachfolger wurde Dieter Arnold, der von Eugen Simrodt als Vizepräsident, Klaus Hammermann als Geschäftsführer und Werner Laux als Schatzmeister unterstützt wurde.

2003 übernahm Frank Peters zunächst die Amtsgeschäfte als Geschäftsführer, bevor er im Jahre 2004 Vizepräsident wurde und Jutta Dehn als Geschäftsführerin in den Vorstand kam. Schatzmeister war weiterhin Werner Laux.

Nach abermaligen Ausschreitungen bei der Rosenmontagsparty 2005, entschloss sich das CCH zusammen mit der Stadt und der Polizei, diese Veranstaltung aufgrund des hohen Risikos nicht mehr durchzuführen.

Seit 2006 gibt es in Hilden einen weiteren Karnevalsverein, die KG. Jecke Fründe Hilden e.V.

2006 wurde dann die Redoute erstmals im Bürgertreff durchgeführt. Dort musste allerdings die Zahl der Gäste eingeschränkt werden, aber die Atmosphäre war sehr viel persönlicher. Alle Beteilgten begrüßten diesen Schritt.

Auf der Jahreshauptversammlung 2006 wurde der komplette Vorstand in seinen Ämtern bestätigtund setzte sich wie folgt zusammen:
Präsident Dieter Arnold, Vizepräsident Frank Peters, Schatzmeister Werner Laux, stellv. Schatzmeister Ute Barkei, Geschäftsführerin Jutta Dehn, stellv. Geschäftsführer Martin Muckel, Schriftführerin Susanne Schanz, Prinzenführer Dieter Kewersun, stellv. Prinzenführerin Hanni Laux, Archivar Frank Dehn und Zugleiter Peter Esser. Gemeinsam mit den Beisitzern möchten diese Personen das CCH erfolgreich und mit vielen neuen Ideen durch die kommende Zeit führen.

2006 ist aber auch das Jubiläumsjahr 5 x 11 Jahre KA/CCH

Durch viel persönlichen Einsatz aller, die dem KA bzw. CCH angehörten und angehören können wir nun auf erfolgreiche
„ 5 x 11 Jahre“ zurückblicken. Das Carnevals Comitee Hilden e.V. stellt im Jahr des närrischen Jubiläums das Prinzenpaar aus den eigenen Reihen. Prinz Hildanus Frank II. Und Prinzessin Hildania Claudia II. Sind in der Jubiläumssession 2006/2007 das Hildener Prinzenpaar. Zum zweiten mal in der Geschichte des KA/CCH stellt man somit das Prinzenpaar.

Fortsetzung folgt.

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